Dienstag, 15. Dezember 2015

Märchen Klassiker - König Drosselbart

Ein weiterer DEFA-Märchenfilm der am 02. November 2015 im Zuge der DEFA-Märchenbox durch die Icestorm Distribution GmbH veröffentlicht wurde ist wieder ein Märchen aus der Feder der Gebrüder Grimm. Diesmal wird die Geschichte von König Drosselbart erzählt, die auch einzeln in überarbeiteter Fassung bereits am 07. Oktober 2013 durch den selbigen Verlag in Form einer Single-DVD veröffentlicht wurde. Produziert und erstmalig ausgestrahlt wurde dieser Märchenfilm im Jahr 1965. Man sieht also dass dieser Film bereits fünfzig Jahre auf dem Buckel hat und ist somit auch älter als manche eurer Eltern. Diese Fassung von König Drosselbart ist vermutlich jedoch eine der bekanntesten die jemals im deutschsprachigen Fernsehen gezeigt wurde und ruft sicherlich bei dem einen oder anderen von euch selbst so manche Erinnerung hervor. Das Märchen ist zwar weit verbreitet und sollte vielen bekannt sein, dennoch lassen wir es uns aber nicht entgehen euch hier eine kleine aber feine Inhaltsangabe zu liefern. Während einer Spazierfahrt erleidet die Kutsche von Prinzessin Roswitha (Karin Ugowski) einen Radbruch. Schnell kommt ein Fremder der hochmütigen Tochter des Königs zur Hilfe. So schafft es die Prinzessin doch noch mit etwas Verspätung zum Fest ihres Vaters König Löwenzahn (Martin Flörchinger), auf welchem die Tochter auch ihren zukünftigen Ehemann auswählen soll. Der eigenwilligen Prinzessin jedoch  ist keiner der anwesenden Edelmänner gut genug, weder König Wenzel zu Weinreich(Achim Schmidtchen), noch Junker Balduin von Backenstreich (Horst Buder), noch Fürst Zacharias von Zackenschwert (Bruno Carstens), noch Herzog Adolar von Antenpfiff (Gerd E. Schäfer), noch Prinz Kasimir (Arno Wyzniewski), noch Graf Eitelfritz von Supp (Fritz Decho), ja nicht einmal der Favorit ihres Vaters, König Heinz Eduard (Helmut Schreiber) schaffen es das Herz der Prinzessin für sich zu erobern. Auch der Fremde der der Prinzessin bei ihrem Missgeschick geholfen hat ist anwesend, dem sie aufgrund seines langen Bartes den Namen König Drosselbart (Manfred Krug) gibt.  Der König duldet das Benehmen seiner Tochter nicht weiter und bestimmt, dass Roswitha den erstbesten  Bettler zum Mann nehmen muss, der vor dem Schloss erscheint. Daraufhin steht der Fremde als Musiker vor dem Tor des Schlosses. Die verschmähten Männer erinnern den inzwischen zaudernden König an sein Wort. So bleibt der protestierenden Prinzessin nichts anderes übrig, als Drosselbart wie sie ihn nannte zu heiraten. Als sie erfährt, dass der große Wald, die grüne Wiese und die schöne Stadt König Drosselbart gehören, bedauert sie jedoch, ihn nicht gleich als Mann genommen zu haben. Als sie auf dem Markt unbedingt einen Apfel haben will, erteilt er ihr eine Lektion, dass man sich die Erfüllung seiner Wünsche verdienen muss. Ebenso muss sich die verwöhnte Prinzessin erst an das Leben in einer einfachen Hütte ohne Diener sowie an Erwerbsarbeit gewöhnen. Wenig später erzielt sie mit dem Verkauf selbst bemalter Töpfe und Krüge auf dem Markt erste Erfolge. Sie verdient damit ihr erstes eigenes Geld. Als sie sich am nächsten Tag gegen den Rat ihrer Mitmenschen an die Ecke des Marktes setzt, um sich von den anderen Marktfrauen abzuheben, zerstört ein durchrasender Reiter ihre Produkte. Aus Scham traut sie sich nicht mehr nach Hause und sitzt weinend im Wald. Dort findet sie ein Küchenjunge vom Schloss, der gerade Pilze sammelt und nimmt sie mit. So wird die Prinzessin Köchin bei König Hans, nicht ahnend, dass sie sich auf dem Schloss von König Drosselbart befindet. Dieser lässt sie zunächst überall suchen. Nach einem Hinweis des Kochs veranstaltet er ein Fest auf seinem Schloss und stellt der überraschten Festgemeinschaft das Küchenmädchen als Prinzessin Roswitha sowie seine Braut vor. Die überraschte Prinzessin sieht dem König seine Täuschungsmanöver nach. Beide heiraten und unternehmen eine Kutschenfahrt in den Wald. Dass der Film bereits fünfzig Jahre auf dem Buckel hat merkt man ihn bis auf die technischen Gegebenheiten eigentlich gar nicht wirklich an, denn dieses Dargestellte Märchen erscheint aktueller und interessanter den je zu sein und wird auch in der heutigen Zeit sicherlich einige Kinder und auch Erwachsene für sich begeistern. Optisch wurde dieser Film sehr gut aufbereitet und vom Klang her kann man sich ebenso nicht beklagen da man hier bereits einen guten Dolby Digital 2.0 Stereoton geboten bekommt. Aufgrund seines Alters ist der Ton hier wirklich bewundernswert. Als zusätzliches Material befindet sich auf dieser BluRay eine Trailer-Vorschau auf weitere Märchenklassiker die unter der DEFA produziert wurden und ebenso sehr sehenswert sind. Alles in allem finden wir es klasse, dass man so altes Material auch für die Nachwelt auf den modernen Medien festhält und haben uns auch an der Geschichte selbst sehr gut unterhalten, die von den Schauspielern auch sehr gut umgesetzt wurde. Aus diesem Grund vergeben wir für König Drosselbart in unserer Gesamtwertung insgesamt sieben von möglichen zehn Bewertungspunkten und können euch nur empfehlen hier zumindest einen Blick hineinzuwerfen.

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